Awareness

Clubkultur ist für alle da.

Der Hafenbahnhof ist ein Ort zum Feiern, Zuhören, Tanzen und Atmen. Damit das für alle gilt, haben wir ein klares Verständnis davon, wie wir hier miteinander umgehen — und was wir tun, wenn Grenzen überschritten werden.

Unser Verständnis.

Awareness heißt für uns: aufmerksam zu sein — füreinander und für das, was im Raum passiert. Wir glauben, dass Spaß und Sicherheit keine Gegensätze sind. Ein Abend, der für einige Leute toll ist und für andere zur Grenzerfahrung wird, ist kein guter Abend. Wir stehen auf der Seite derer, denen Grenzen überschritten werden.

Was bei uns keinen Platz hat.

  • Sexismus, Queer- und Transfeindlichkeit, Homofeindlichkeit
  • Rassismus und Antisemitismus in jeder Form
  • Ableismus, Klassismus, Altersdiskriminierung
  • Grenzüberschreitungen ohne Consent — verbal, körperlich, digital
  • Ungefragtes Fotografieren oder Filmen von Menschen auf der Tanzfläche
  • Gewalt, Einschüchterung, Drohungen

Wenn etwas passiert.

Du kannst dich jederzeit an das Team an der Bar wenden — das ist der schnellste Weg. An Veranstaltungsabenden ist außerdem eine Awareness-Person ansprechbar, die sich Zeit nimmt, zuhört und gemeinsam mit dir entscheidet, was als Nächstes passiert. Du gibst die Richtung vor.

Wir können:

  • Einen ruhigen Raum anbieten und für Wasser sorgen
  • Personen zur Rede stellen, ermahnen oder rauswerfen
  • Dich nach Hause begleiten, ein Taxi rufen oder eine Freundin anrufen
  • Auf Wunsch Anzeige ermöglichen oder an spezialisierte Beratung weitervermitteln
  • Vor allem: dir glauben

Wir können nicht:

  • Alles sofort rückgängig machen. Aber wir können den Raum klären.
  • Therapie ersetzen — dafür gibt es spezialisierte Anlaufstellen (siehe rechts).

Was wir vom Team erwarten.

Alle, die bei uns hinter der Bar, am Einlass oder auf der Bühne arbeiten, kennen das Awareness-Konzept und sind angehalten, Meldungen ernst zu nehmen. Wir schulen regelmäßig und halten Reflexion unter uns lebendig: was funktioniert, was nicht, wo haben wir Mist gebaut.

Was wir uns von dir wünschen.

  • Frag nach, bevor du jemanden berührst.
  • „Nein“ ist ein vollständiger Satz — auch beim Tanzen, auch beim Flirten.
  • Hör auf dein Bauchgefühl, wenn jemand anderes Hilfe brauchen könnte.
  • Keine Fotos ohne Einverständnis. Wer sich auf der Tanzfläche befindet, möchte oft nicht gefilmt werden.
  • Feiere laut — aber lass Menschen, die Pause brauchen, ihre Pause.

Vermietungen.

Bei geschlossenen Gesellschaften bleibt unser Awareness-Verständnis bestehen. Wenn ihr bei euch Besonderes plant (große Gruppe, besondere Bedürfnisse, Kinder dabei), sprecht uns bei der Anfrage direkt an — wir klären gemeinsam, was es braucht.


Dieses Konzept ist ein lebendes Dokument. Feedback, Kritik oder Erfahrungen teilen? Schreib an awareness@hafenbahnhof.com — vertraulich, auch anonym.